Gedankennetze

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Der erste Writers´ Workshop

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Am Freitag hatten wir im Doktorandenkolloquium unseren ersten Writers´ Workshop. Das Prinzip ist schnell erklärt: Jeder Doktorand schreibt einen kurzen Artikel entweder als Forschungsnotiz oder für die Fortgeschrittenen über einen Teil ihrer Diss. In der Schreibphase tausche  sie sich mit einem erfahrenen „Hirten“ aus. Im Kolloquium wird der Artikel dann diskutiert.

In meinen Augen war das am Freitag eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der ich für mich auch viel mitgenommen habe. Vor allem die konstruktive Aufarbeitung jedes einzelnen Textes hat mir sehr gut gefallen. Es wurden sowohl die positiven, wie auch die negativen Aspekte herausgearbeitet. Auch wenn die Kritik natürlich immer einzelfallbezogen war, lassen sich doch Prinzipien ableiten, die sich auf viele andere Texte anwenden lassen. Ich werde in den nächsten Tagen die für mich wichtigsten Punkte nochmal herausarbeiten und meinen Text dementsprechend überarbeiten. (btw: Ein sehr schönes Beispiel übrigens, welchen Wert Einzelfälle haben können!). Gerade kleinere sprachliche oder stilistische Unsauberkeiten schleichen sich so schnell ein.

Spannend war es zu sehen, wie ein Text, bei dem man dachte „Ist schon ganz gut“, durch die vielen verschiedenen Augen, die ihn betrachteten, am Ende „zerpflückt“ wurde. Man selbst als Autor oder auch der Text-Betreuer kann gar nicht so viel sehen, wie es die Gruppe dann tut. Dadurch, dass unsere Kritik aber stets sachlich und konstruktiv war, entstand aber für jeden Autor ein echter Mehrwert – denke ich zumindest. Mal schauen, was ich in einem Monat berichten werde, wenn ich bzw. mein Text auseinander genommen wird.

In der ersten Runde war ich gleich als Moderator dran und habe durch den Workshop geführt. Eine sehr interessante Erfahrung. Ich musste immer den Überblick behalten, bei welchen Punkt wir gerade sind, wer wozu noch was sagen möchte und darauf achten, dass alles in geregelten Bahnen verläuft. Es ist gar nicht so einfach, die Diskussion zu einem Ende zu bringe, bzw. abzubrechen, denn dann hat der eine noch „eine wichtige Sache“ und der andere etwas das „ich noch ansprechen muss“ 😉 Aber im Großen und Ganzen ist unsere Runde sehr pflegeleicht zu moderieren.

Um es auf den Punkt zu bringen: Hat Spaß gemacht, ich habe viel gelernt und ich bin sehr auf den Auftritt meines Textes gespannt.

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Written by Markus Steidle

18. Oktober 2010 um 08:58

Veröffentlicht in Promotion

2 Antworten

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  1. […] und Reinhard (hier und hier) bereits darüber berichtet, außerdem haben Frank (hier) und Markus (hier) dazu gebloggt sowie Tamara (hier) als Autorin sich in ihrem Blog dazu geäußert. Der Grundtenor […]

  2. […] Writer`s Workshop konnten wir bereits am 15.10. machen und Gabi, Alex, Tamara, Frank, Reinhard und Markus haben bereits darüber berichtet. Auch ich möchte, mit einigen Wochen Reflexionszeit dazwischen, […]


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